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Alpina Bahn First Drop

Der kontrollierte Nervenkitzel

Die Alpina Bahn der Schaustellerfamilie Oscar Bruch

Schneller, höher, steiler – Achterbahnfahrer stellen hohe Ansprüche. Und schon seit dem 16. Jahrhundert tüfteln Konstrukteure immer weiter daran, diese Ansprüche zu erfüllen. Vorläufer der heutigen Achterbahnen waren im Russland des 16. Jahrhunderts einfache Holzkonstruktionen, die im Winter mit Wasser begossen wurden und dann als Rutschen dienten. Französische Soldaten brachten die Idee der „Russischen Berge“ im frühen 19. Jahrhundert mit ins westliche Europa. Das „Goldene Zeitalter“ der Achterbahnen brach aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA mit dem Bau von Stahlachterbahnen an. Den Namen „Achterbahn“ bekamen die Fahrgeschäfte aufgrund ihrer Konstruktion in Form einer „8“.


2.752 Quadratmeter für einen 600-Tonnen-Koloss

Auf eine lange Tradition mit dem ständigen Anspruch der Weiterentwicklung schaut auch die Schaustellerfamilie Oscar Bruch zurück. Mit der Alpina Bahn hat das Unternehmen als besondere Attraktion die größte und längste transportable Achterbahn ohne Überschlag der Welt im Hightech-Fuhrpark ihrer Fahrgeschäfte.

Schon zum Aufstellen braucht die Achterbahn der Superlative eine Grundfläche von  2.752 Quadratmetern. Ist der rund 600 Tonnen schwere Stahlkoloss dann montiert, können insgesamt bis zu fünf Züge mit jeweils fünf Wagen gleichzeitig betrieben werden. In jedem Wagen finden bis zu acht Personen in zwei Viererreihen Platz.


Mit 80 Stundenkilometern aus 27 Metern Höhe

Die Fahrt hat es in sich: Auf dem 910 Meter langen Kurs in Form mehrerer achtförmiger Teilabschnitte wird eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern erreicht. Dabei rasen die Wagen zwischendurch aus einer Höhe von 27 Metern bei einem Gefälle von fast 50 Prozent in die Tiefe, und bescheren den Fahrgästen für Sekunden das Erlebnis der Schwerelosigkeit, die unvergesslichen „Airtime“-Momente. Für den Transport auf den Lifthill, zu Deutsch „Aufzugshügel“, sorgt bei der Alpina Bahn ein Reibradantrieb. Gebremst wird mit seitlich der Schienen angebrachten Klotzbremsen.


Nervenkitzel? Aber mit Sicherheit!

Konstruiert wurde die Alpina Bahn von den Ingenieuren Anton Schwarzkopf und Werner Stengel, die durch ihre bahnbrechenden (natürlich nicht wörtlich) Neuerungen im Achterbahnbau weltweit hervorragenden Ruf genießen. So entwickelte Stengel beispielsweise eine Lösung für das Problem des Kreisloopings bei Achterbahnen. Bis dahin war dies wegen der wirkenden physikalischen Kräfte nicht ohne teils schwere Gesundheitsschäden für die Passagiere zu realisieren. Diese Risiken gibt es heute nicht mehr. Vielmehr gehören Achterbahnen trotz allen Nervenkitzels zu den sichersten Gefährten der Welt. Und so natürlich auch die Alpina Bahn, wie alle anderen Fahrgeschäfte der Familie Oscar Bruch.

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